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Verein für Kirchenmusik

Aus dem „Musikverein für Dilettanten“ (Musikverein) hervorgegangen, gründete sich der Verein für Kirchenmusik am 01.07.1853 mit dem Ziel, kirchenmusikalische Werke als gottesdienstliche Musik in der Kirche selbst aufzuführen. Die Leitung hatte Carl Amand Mangold. Er machte auf damals längst vergessene Namen wie Goudimel, Palestrina, Anerio, Eccard oder Kugelmann aufmerksam und gewann für die Kirche liturgisch einsetzbare Musik namhafter Komponisten zurück. Der Verein kooperierte bei der Aufführung oratorischer Werke mit dem Musikverein. Dieser löste 1855 seine enge Bindung an die Vereinigte Gesellschaft und konnte fortan sein Repertoire auch auf kirchliche Werke ausdehnen. Aus der vertraglich geregelten Verschmelzung des Vereins mit dem neu organisierten „Musikverein für Dilettanten“ ging 1856 der nunmehr so bezeichnete „Musikverein“ hervor. Der Verein für Kirchenmusik beendete um diese Zeit seine Tätigkeit. In gewisser Weise fortgesetzt wurden dessen Bestrebungen durch die 1874 erfolgte Gründung des „Evangelischen Kirchengesangvereins für die Stadtkirche zu Darmstadt“.

Lit.: Becker, Eduard Edwin: 60 Jahre Evangelischer Kirchengesangverein für die Stadtkirche zu Darmstadt, Darmstadt 1934.