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Gedok

Die „Gemeinschaft der Vereinigung Deutscher und Österreichischer Künstlerinnen und Kunstfreunde“ (Gedok) wurde 1926 von Ida Coblenz, der späteren Frau des Dichters Richard Dehmel, gegründet. Ziel und Zweck der Künstlerinnenvereinigung war die gegenseitige Unterstützung der Künstlerinnen, vor allem in gemeinschaftlichen Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträgen und Konzerten. Unter dem Vorsitz der Malerin Mathilde Stegmayer, die schon 1917 den Drei-Städte-Bund der Künstlerinnen (DA-Frankfurt am Main-Mainz) initiiert hatte, wurde schon 1930 die Gedok DA gegründet. Sichtbares Zeugnis der Arbeit der Gedok in DA ist der von Tilly Moog-Buss 1940 herausgegebene Darmstädter „Gedok-Almanach“, in dem über 30 Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Musikerinnen und Architektinnen aus der Region DA zu Wort kamen und genannt sind. Im gleichen Jahr fand eine Bundestagung der Reichsgedok statt, die mit einer Ausstellung verbunden war. Nach 1945 hat sich keine eigene Sektion der Gedok in DA gegründet. Unter den 20 Gedok-Gruppen in Deutschland gibt es eine Gedok Rhein-Main-Taunus, in der auch Darmstädter Künstlerinnen, Schriftstellerinnen und Musikerinnen vertreten sind.

Lit.: Darmstädter Gedok-Almanach. Hrsg. von Tilly Moog-Buss, Darmstadt 1940.