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Klomsdorff, Etzel

Maler
* 22.10.1920 Erfurt
† 31.08.1985 Auerbach/Bergstraße
Sein Studium der Elektrotechnik und des Elektromaschinenbaus in Breslau schloss Etzel Klomsdorff 1942 mit dem Staatsexamen ab und leistete 1943 bis 1945 Kriegsdienst. Als Schüler von Carl Hofer studierte er von 1946 bis 1949 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. 1950 gründete er in Berlin-Kreuzberg die „Galerie Kreuzspinne“. Neben seiner bildkünstlerischen Arbeit war Klomsdorff auch intensiv literarisch tätig. Auf Vermittlung des Malers Peter Steinforth, der schon früher von Berlin nach DA kam, übersiedelte Klomsdorff 1961 nach DA. Durch die Gründung der „Galerie Ordo“ (1963), gemeinsam mit Emmet und Polly Williams, griff er aktiv ins Kulturleben der Stadt ein. Die Ausstellungen und Fluxus-Aktionen der Galerie fanden auch über DA hinaus große Beachtung. Klomsdorff war in den 1960er Jahren der experimentellste der Darmstädter Künstler. Die Quintessenz, die Kraft und Konzentration seines gesamten Schaffens lagen im Punkt. Er war der Pointelist auf höherer Ebene und schuf – auch installativ – Kunstwerke von großem poetischem Reiz.