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Kanne, Hans

(eig. Johann)
Fotograf, Druckgrafiker, Fernmeldetechniker
* 14.08.1927 Bad Camberg/Ts.
† 08.04.1982 Darmstadt
Hans Kanne ergriff zunächst den Beruf des Fernmeldetechnikers und trat nach Abschluss seiner Ausbildung in Frankfurt/Main in die Dienste der Deutschen Bundespost ein. Mitte der 1950er Jahre entdeckte er sein Interesse für die Fotografie und bildete sich als Autodidakt zum versierten Amateurfotografen weiter. Seine hierbei gewonnenen Fähigkeiten setzte Kanne zunächst nur als Hobby ein, aber die zwischen 1959 und 1963 wahrgenommene Tätigkeit als Presse- und Werbereferent des Verbands deutscher Amateurfotografenvereine löste auch auf Seiten seines Arbeitgebers ein zunehmendes Interesse an seinen fotografischen Fertigkeiten aus. So beschäftigte ihn die Deutsche Bundespost seit 1963 als Fotograf in ihrem Referat für das Film- und Ausstellungswesen, gleichzeitig arbeitete Kanne dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit der BP zu. Als Bildreporter der Bundespost dokumentierte Kanne bundesweit ihre Ministerveranstaltungen. Bei der Auseinandersetzung mit den fotografischen Reproduktionstechniken fand Kanne Zugang zur Druckgrafik und betätigte sich bald erfolgreich als freier Künstler mit Siebdrucken, die auf Motiven seiner Fotografien beruhten. In diesem Zusammenhang ist er als Mitorganisator einer Künstlergruppe unter dem Namen „Gruppe X“ hervorgetreten, die sowohl Fotografen als auch Grafiker in sich vereinigte. Nach der Umsiedlung von Frankfurt/Main nach DA-Arheilgen im Jahr 1967 wurde Kannes künstlerisches und fotografisches Werk in den 1970er Jahren auch in Darmstädter Galerien bekannt (1971 erste Einzelausstellung von Fotografien, 1975 Ausstellung von Siebdrucken im Justus-Liebig-Haus). 1970 verlieh man Kanne das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine Leistungen auf dem Gebiet der Fotografie im Dienst der Deutschen Bundespost.