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Klappach
Das vom Verschönerungsverein am Lossenweg errichtete Denkmal erinnert heute noch an den Weiler Klappach, Aufnahme 1940, Foto: Ernst Luckow, Stadtarchiv Darmstadt

Ein südlich von Bessungen liegender Weiler, der erstmals im Jahr 1275 erwähnt wurde und den Grafen von Katzenelnbogen gehörte, die den Zehnten und spätestens 1289 einen Teil des Klappacher Forstes besaßen. Später hatten auch die Herren von Ortenberg, von Gondsroth, von Ramstadt und von Frankenstein dort Besitz. Der Ort Klappach ist in den Quellen kaum zu fassen. Vermutlich handelte es sich nicht um ein größeres Dorf, sondern um einen Weiler bestehend aus wenigen Gehöften und ohne eigene Verwaltung, der im Klappacher Feld in der Nähe der Klappacher Straße und des Marienhospitals lag. Nur selten wurden Einwohner genannt. Eine eigene Kapelle besaß der Ort nicht, gehörte vielmehr zur Pfarrei Bessungen. Im Laufe des 15. Jahrhunderts ist Klappach von seinen Einwohnern allmählich aufgegeben worden. Gründe dafür sind vor allem in den Bevölkerungsverlusten durch die Pest im 14. und 15. Jahrhundert zu sehen, die zu einem Preisverfall bei agrarischen Produkten und zur Aufgabe bisher ertragreichen Ackerlands führten. Zum Schluss stand in Klappach nur noch ein einzelner Hof, der schließlich auch verlassen wurde. Die Bewohner sind vermutlich in die nahe gelegenen Orte wie Bessungen und Nieder-Ramstadt gezogen. Die Klappacher Straße und das Klappach-Denkmal am Lossenweg, von 1863 bis 1866 vom Verschönerungsverein (Stadtwerbung) gestaltet, erinnern an den früher dort gelegenen Ort.

Lit.: Engels, Peter: Geschichte Bessungens, Darmstadt 2002 (Darmstädter Schriften 83), S. 40-43.