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Maaß, Max Peter

Journalist
* 03.03.1904 Itzehoe
† 23.02.1992 Darmstadt
Max Peter Maaß genoss durch das Engagement seiner Lehrer, das weit über den normalen Unterricht hinausging, in Itzehoe eine ausgezeichnete Schulbildung, die schon früh zu seiner Begeisterung für (geistes-) wissenschaftliche Themen und Fragen beitrug. Parallel zu seinem Studium der Nationalökonomie an den Universitäten Freiburg/Breisgau, Kiel und Göttingen hörte er Vorlesungen zur Kunstgeschichte. Sein Studium, das in die Inflationszeit fiel, finanzierte er sich u. a. als Schlagzeuger in einer Jazzband. 1925 legte Maaß sein Staatsexamen als Diplomvolkswirt in Göttingen ab, wo er im Dezember 1926 auch promovierte. 1927 wurde er Volontär bei der Göttinger Volkszeitung, die der DDP nahe stand, und war anschließend als Redakteur in Göttingen, Stolp, Hannover und Hildesheim tätig. Noch 1944 musste Maaß als Soldat an die Ostfront.

Nach dem Krieg arbeitete er zunächst als freier Schriftsteller und seit 1949 als Redakteur bei der Westdeutschen Rundschau in Wuppertal. Im Sommer 1952 wurde er als stellvertretender Chefredakteur an das 1949 wieder begründete „Darmstädter Tagblatt“ berufen. Bis 1969 leitete Maaß die Redaktion und gab wesentliche Impulse für Profil und Qualität der Zeitung. An DA fesselte ihn die Aufgeschlossenheit der Bürger kulturellen Themen gegenüber. Maaß organisierte Gespräche im Tagblatthaus über aktuelle kommunale Probleme und führte die von ihm betreute Seite „Darmstädter Geistesleben“ ein. Sein besonderes Interesse galt dem Theater, auch nach seiner Pensionierung schrieb er weiterhin Schauspiel- und Kunstrezensionen. 1963 regte er die Ausstellung „Zeugnisse der Angst in der modernen Kunst“ (Darmstädter Gespräche) an und war Autor des Begleitbands „Das Apokalyptische in der modernen Kunst“. Als Schriftsteller betätigte sich Maaß mit Artikelserien über „Hexenjäger“ und „Halsgericht-Kriminalität und Strafprozess in alter Zeit“, verfasste einige Monografien über Künstler und gab Werke in niederdeutscher Sprache heraus. Auch der beliebte Blütenweg an der Bergstraße entstand auf seine Initiative hin. 1964 wurde Maaß für seine Leistungen und Verdienste mit der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt DA ausgezeichnet.