Stadtlexikon Darmstadt

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Greber, Conrad

Ev. Theologe, Kirchenmann
* 1601 Alsfeld
† 28.12.1667 Darmstadt
Bürgerlicher Herkunft, besuchte Conrad Greber zunächst das Pädagogium in Gießen, bevor er dort von 1617 bis 1622 Ev. Theologie (1621 Magister) studierte. 1622 war er kurze Zeit Schulmeister in Alsfeld, ehe er wieder an die Gießener Universität zurückkehrte, wo die bedeutsamen Vertreter der Lutherischen Orthodoxie Mentzer, Feurborn und Steuber seine Lehrer waren. Von 1624 bis 1627 dort Stipendiatenmajor und Subdiakon, war er 1627 bis 1632 als Professor der Philosophie und Subdiakon in Marburg tätig. In Abwehr ehrenvoller Rufe in das damals schwedische Mainz und Aschaffenburg sowie nach Celle ernannte ihn Landgraf Georg II. 1632 zum ersten Stadtprediger in DA. Am 18.08.1633 zum Dr. theol. promoviert war er 1634 bis 1635 Superintendent in St. Goar und (als Nachfolger von Simon Leisring) von 1635 bis 1661 Superintendent in DA. Am 11.10.1624 heiratete er Marie Catharine Kempf aus Seelheim bei Marburg (sieben Söhne, sieben Töchter).

Lit.: Strieder, Friedrich Wilhelm: Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Kassel 1787, Bd. 5, S. 90-92; Diehl, Wilhelm: Greber, Konrad. In: Ders.: Hassia sacra II, Darmstadt 1925 (Reg.); Dienst, Karl: Darmstadt und die evangelische Kirchengeschichte in Hessen, Darmstadt 2007 (Reg.).