Stadtlexikon Darmstadt

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Goethe, Rudolf

Theologe, Oberregierungsrat
* 23.12.1880 Geisenheim/Rheingau
† 24.05.1965 Mainz
Nach dem Studium der Ev. Theologie in Tübingen und Halle, dem Lehrvikariat von 1905 bis 1906 in Wiesbaden-Dotzheim und der Ordination 1906 war Rudolf Goethe 1906 bis 1908 an der Petrus- und Paulusgemeinde in DA (Ev. Kirchengemeinden) und in Griesheim als Pfarrassistent tätig. Nach Weiterstudium in Marburg wirkte er als Pfarrer von 1909 bis 1919 in Wörrstadt/Rheinhessen (1916-18 freiwilliger Feldgeistlicher). 1919 kam er wieder nach DA, wo er bis zu seiner Strafversetzung 1934 an die Stadtkirchengemeinde in Offenbach an der Johannesgemeinde tätig war. Von 1944 bis 1946 Pfarrverwalter in Roßdorf, kehrte er 1946 wieder nach DA in die Johannesgemeinde zurück, bevor er dann bis 1948 als Oberregierungsrat und Referent für Kirchen im Hessischen Kultusministerium tätig war. 1950 trat Goethe zur kath. Kirche über, studierte in Mainz kath. Theologie und wurde 1951 zum Priester geweiht. Von 1934 bis 1945 war Goethe Pfarrer der Bekennenden Kirche und Mitglied, zeitweilig sogar stellvertretender Vorsitzender des Landesbruderrats der BK in Nassau-Hessen. Nach dem Zusammenbruch 1945 war Goethe neben Wilhelm Weinberger und Karl Grein führend am Wiederaufbau der hessen-darmstädtischen Kirche beteiligt, deren vorläufiger Leitung er 1945 bis 1946 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Kirchendienst angehörte.

Lit.: 50 Jahre EKHN. Ausstellung des Zentralarchivs der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau 1997, S. 303.