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Orpheum
Postkarte: Privatsammlung

Auf Wunsch von Prinzessin Alice, die das Rollschuhlaufen liebte, wurde an der Odenwaldbahn (Eisenbahn) im Nordosten DAs eine überdachte Rollschuhbahn, der „Skating Ring“, angelegt und im August 1878 eröffnet. Da Alice jedoch noch im selben Jahr starb, schlief der Rollschuhbetrieb bald ein. 1885 wurde das Gebäude verkauft und in ein Varieté mit dem Namen „Orpheum“ umgewandelt, in dem in den kommenden Jahrzehnten die Größen der deutschen und internationalen Unterhaltung auftraten: die Comedian Harmonists, der berühmte Jongleur Enrico Rastelli, Heinz Rühmann, Willy Millowitsch u. v. a. Nach 1933 wurde das Orpheum von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ übernommen und als Varieté bis zur Kriegszerstörung 1944 weiter betrieben. Am Standort des abgerissenen Orpheums (heute am Alfred-Messel-Weg) ließ der 1948 neu gegründete Roll- und Schlittschuhclub DA (RSC) seine erste Rollschuhbahn erbauen. Gemeinsam mit dem Keglerverein DA (KVD) und dem Basketballclub DA (BCD) gründete der RSC in den 1970er Jahren den Verein „Sportzentrum Orpheum“, der eine gemeinsam genutzte Sporthalle erbaute (Einweihung am 11.09.1977) und heute noch betreibt.