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Ökumenischer Kreuzweg

Aus der Zusammenarbeit der Pfarreien St. Ludwig und Stadtkirche entstand 1968 diese für DA sichtbarste Frucht ökumenischer Zusammenarbeit (Ökumene). Die beiden Gemeinden und ihre Pfarrer Manfred Knodt und Heinrich Bardong wollten in einer Zeit studentischer Demonstrationen die „heilsame und heilbringende Botschaft vom gekreuzigten Herrn Jesus Christus“ in die Öffentlichkeit tragen. Abgesehen vom Jahr 1970, als kein Ökumenischer Kreuzweg stattfand, wurde er an jedem Dienstag in der Karwoche durchgeführt. Während die beiden ersten Ökumenischen Kreuzwege jeweils vom Marktplatz zur Russischen Kapelle auf der Mathildenhöhe führten, wechselten seit 1971 die Orte und Wege. War die Verantwortung von den beiden Innenstadtgemeinden 1971 auf den Ökumenischen Ausschuss übergegangen, so liegt er seit ihrem Bestehen bei der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und den jeweiligen Gemeinden, durch die die Beteiligten von einem großen Holzkreuz angeführt ziehen. Im Verlauf eines Ökumenischen Kreuzwegs werden Erläuterungen zu den einzelnen Orten bzw. Stationen vorgetragen, Kreuze menschlichen Lebens bedacht, biblische Texte vorgelesen und Lieder gesungen sowie an das Kreuz Jesu als Symbol des Leidens und der Erlösung erinnert. 1993 nahmen Kirchenpräsident Peter Steinacker und Bischof Karl Lehmann am 25. Ökumenischen Kreuzweg teil und predigten zu Beginn und am Ende des Wegs in St. Ludwig bzw. in der Stiftskirche. Den 40. Ökumenischen Kreuzweg, der im Jahr 2008 von der Ev.-Methodistischen Christuskirche nach Liebfrauen führte, haben leitende Persönlichkeiten der beteiligten Kirchen angeführt: u.a. für die Ev. Propstei Pröpstin Karin Held, für das Bistum Mainz Weihbischof Werner Guballa.

Lit.: Knodt, Manfred: Rundblick vom Stadtkirchenturm, Darmstadt 1993.