Stadtlexikon Darmstadt

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Kasernen
Marienplatz mit der von Franz Heger entworfenen Dragonerkaserne, um 1830, Stich von Ernst Friedrich Grünewald, Stadtarchiv Darmstadt

Von den Kasernenbauten des 19. Jahrhunderts, die das farbige Vogelschaubild der Stadt DA aus den Jugendstiljahren 1901/02 geprägt hatten, sind nach der Bombenverwüstung des letzten Krieges in der neu aufgebauten Stadt nur noch Fragmente zu finden. Die noch relativ gut erhaltene alte Infanterie-Kaserne an der Alexanderstraße verschmilzt auf dem Panorama bereits mit den Neubauten der TH Darmstadt, in die sie später einbezogen wurde. Gut erkennbar sind die 1825/27 von Franz Heger gebaute Dragoner-Kaserne am Marienplatz (Reste in den Gebäuden der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft) und die 1851 weiter südwärts zwischen Heidelberger Straße und damaliger Bahntrasse gebaute Artillerie-Kaserne (Teile u. a. Zentralarchiv der EKHN in der Ahastraße, Helmut-Hild-Haus). In Resten erhalten sind die 1891 errichtete Kaserne für die Leibdragoner an der Holzhofallee am Südrand des Exerzierplatzes (u. a. Verlagsgebäude Darmstädter Echo) und die im Vordergrund des Vogelschauplans ebenfalls in rostroter Sandsteinfarbe hervorgehobenen Neu- und Erweiterungsbauten der Jahrhundertwende für Train und Artillerie an der Eschollbrücker und Bessunger Straße (z. T. Landesrechnungshof und städtische Dienststellen). Kaum beschädigt wurden die Kasernenbauten der Jahre 1936/38 im Bereich des ehemaligen Fernmeldetechnischen Zentralamts (FTZ) an der Rheinstraße, an der äußeren Eschollbrücker Straße (heute Wohnpark Ernst Ludwig) und unterhalb der Ludwigshöhe (Cambrai-Fritsch-Kaserne).

Trainkaserne an der Eschollbrücker Straße, Zeichnung von Carl Beyer, 1884/85, Stadtarchiv Darmstadt